Daher teilt das Unternehmen mit, man werde beim Amtsgericht Friedberg einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit stellen. Damit scheint die noch vor wenigen Wochen angekündigte Restrukturierung, die laut Heyde mit den Banken abgestimmt gewesen sei, nun endgültig gescheitert. Nach den tiefroten Jahreszahlen, der operative Verlust wurde im vergangenen Jahr auf 50 Millionen Euro verdoppelt, der Umsatz dagegen nur minimal auf 120 Millionen Euro gesteigert, war dieser Gang zu erwarten. In einer Zeit in der alle vom Aufschwung reden, die IT-Branche aber weiterhin schrumpfende Gewinne meldet, hatten die Banken wohl keine Lust mehr den X-ten Sanierungsversuch mit zutragen und weiteres Geld in das Unternehmen zu pumpen. Heyde hatte in den letzten Monaten versucht durch Gesundschrumpfung den Kopf aus der Schlinge zu bekommen. Das Unternehmen wollte sich auf die Geschäftsbereiche Supply-Chain-Management und Financial Services konzentrieren.
Heyde stellt Insolvenzantrag
Während das Grundkapital nur gut zur Hälfte aufbebraucht ist, ist das Geld in der Kasse des IT-Dienstleisters Heyde zur Gänze aufgebraucht.