Zwischen der österreichischen Lauda Air und ihrem Hauptaktionär Austrian Airlines (AUA) findet seit Wochen ein verbaler Schlagabtausch statt. Hintergrund ist die Frage, wie eine Insolvenz der Lauda Air abgewendet werden kann, denn Airline-Chef Niki Lauda erwartet einen Verlust von 80 Millionen Mark. Lauda wollte vom Aufsichtsrat die Zustimmung, fünf Flugzeugen im Wert von 160 Millionen Mark zu verkaufen und anschließend zu leasen. Thierry Antinori, der die Interessen des 20-Prozent-Eigentümers Lufthansa vertritt, blieb der Sitzung aber fern, weil Lufthansa auf die Problemlösungskapazität der Lauda Air vertraut. Deshalb verließen auch die beiden AUA-Vertreter Herbert Bammer und Mario Rehulka die Sitzung. Niki Lauda kündigte in der Folge an, den Flugzeugverkauf ohne Zustimmung durchzuführen. AUA spricht jetzt von einer Verletzung des Aktienrechtes und verlangt eine Ablösung des gesamten Lauda-Vorstandes. Der Luftkampf geht weiter.
Heftiger Streit in der Österreichischen Luftfahrt
Niki Lauda will Flugzeuge nach geplatzter Aufsichtsratssitzung im Alleingang verkaufen