Hapag-Lloyd soll in Hamburg fest verankert werden

20.10.2008 15:50 Uhr

Reederei soll nicht Spielball von Spekulationen werden – Kühne von Regierung enttäsucht

Hamburg. Der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne will die Reederei Hapag- Lloyd „dauerhaft in Hamburg und Deutschland verankern“. Kühne hatte die Traditionsreederei zusammen mit einem Konsortium in der vergangenen Woche für 4,5 Milliarden Euro von der TUI übernommen. „Hapag-Lloyd braucht jetzt Kontinuität und darf nicht wieder zum Spielball von Spekulationen werden“, sagt Kühne dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Das Verhalten der Regierung beim Verkauf von Hapag-Lloyd sei „sehr enttäuschend, teilweise sogar kontraproduktiv“ gewesen. Zweimal habe sich der Wirtschaftsminister hingestellt und gesagt: Uns ist egal, an wen Hapag-Lloyd verkauft wird. „Was wäre los gewesen, wenn es um die Bahn oder die Lufthansa gegangen wäre?“, so Kühne. Die mitbietende Reederei NOL, die einem Staatsfonds aus Singapur gehört, hatten sich am Ende zurückgezogen. Unpopuläre Entscheidungen nach der Übernahme schließt Kühne aus. „Hapag-Lloyd gilt als straff geführt, ich glaube nicht, dass es da viel Rationalisierungspotenzial gibt“, erklärte Kühne: „Personalabbau stand bei unserer Entscheidung nie zur Diskussion“. (dpa/sv)

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