Hamburg. Die Beschäftigten der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd haben sich am Mittwoch im Rahmen einer Betriebsversammlung einhellig gegen den Verkauf des Unternehmens an einen ausländischen Investor gewandt. Im Anschluss an die Versammlung strömten mehrere hundert Angestellte des Unternehmens auf den Ballindamm an der Hamburger Binnenalster und blockierten zeitweise die viel befahrene Straße in der Innenstadt. „Hapag-Lloyd gehört zu Hamburg“, hieß es auf einem mitgeführten Transparent. Die Arbeitnehmer wollen Politik, Wirtschaft und Bevölkerung der Hansestadt zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung für das traditionsreiche Linienreederei aufrufen. Die Muttergesellschaft von Hapag-Lloyd, der Touristik-Konzern TUI, will sich auf Druck einiger Großaktionäre noch in diesem Jahr von der Schifffahrtssparte trennen. Als Interessenten gelten vor allem Reedereien aus Asien, darunter die NOL aus Singapur. Gegenwärtig hat TUI einen Verkaufsprospekt erstellt und ausgewählten Interessenten zukommen lassen. Hapag-Lloyd beschäftigt in der Hamburger Zentrale rund 1200 Arbeitnehmer; weltweit sind es rund 7500. Sie plädieren für eine „Hamburger Lösung“, bei der lokale Investoren die Reederei übernehmen. Der Wert des Unternehmens soll rund fünf Milliarden Euro betragen. (dpa)
Hapag-Lloyd-Beschäftigte gegen Verkauf
Mehrere hundert Angestellte blockierten den Ballindamm in Hamburg, ihr Motto lautet: „Hapag-Lloyd gehört zu Hamburg“