Hamburg. Auch die Speditionsunternehmen in Hamburg leiden unter der aktuellen Wirtschaftskrise. Sinkende Umsätze, Gewinneinbußen sowie sinkende Preise machen den Dienstleistern der Hansestadt zu schaffen. Laut einer aktuellen Umfrage des Vereins Hamburger Spediteure unter den 340 Mitgliedsunternehmen rechnen 38 Prozent der Befragten mit stark sinkenden Umsätzen im laufenden Jahr. 47 Prozent rechnen zumindest mit leicht sinkenden Umsätzen, während nur acht Prozent von steigenden Umsätzen ausgehen. Knapp 60 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer baldigen Besserung der Situation, 15 Prozent denken dagegen nicht, dass eine Verbesserung in Sicht ist. 77 Prozent der Spediteure verzeichnen auf Grund der Wirtschaftskrise Auftragsrückgänge. „Die Gewinnrückgänge sind trotz Umsatzeinbußen moderat bei den Hamburger Speditionsbetrieben“, betonte Walter Stork, Vorsitzer des VHSp. 68 Prozent der Befragten gaben an, der Krise mit verstärktem Service zu begegnen. 48 Prozent müssen ihren Kunden allerdings Preisnachlässe gewähren. Nur ein Fünftel der Unternehmen reagiert mit Stellenabbau. „Eine aktive Abbaupolitik seitens der Unternehmen erkennen wir nicht“, erklärte Kurt-Jürgen Schimmelpfeng, Geschäftsführer des VHSp, und erinnerte an den „eklatanten Fachkräftemangel“ vor der Krise. Lediglich ein Einziges Mitgliedsunternehmen musste bislang in 2009 Insolvenz anmelden. Der VHSp veröffentlicht die Ergebnisse der Mitgliedbefragung anlässlich der Feierlichkeiten zum 125 Jährigen Bestehen des Vereins am 3. und 4. September. (diwi)
Hamburger Spediteure spüren die Folgen der Wirtschaftskrise
Unternehmen kämpfen mit Auftragsrückgängen und sinkenden Preisen