Erst die weitere Vertiefung der Fahrrinne der Unterelbe und Außenweser, dann der Baubeginn für einen deutschen Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven. Auf diese Formel verdichtete Walter Stork, Vorsitzer des Vereins Hamburger Spediteure e.V. (VHSp), die Forderung des von ihm geführten Gewerbeverbandes auf der Jahreshauptversammlung in der Elbe-Stadt. Im Interesse des Erhalts der Wettbewerbsfähigkeit Hamburgs und der Bremischen Häfen sei es nötig, dass Containerschiffe mit einem Tiefgang von bis zu 14,50 Meter diese Häfen "ohne wesentliche Einschränkungen" erreichen könnten, so Stork. Die politische Entscheidung für Wilhelmshaven als Tiefwasserhafen hält Stork für falsch. Er und der Verband hätten sie "nur mit Knurren" akzeptiert. Cuxhaven wäre nicht nur für Hamburg günstiger, sondern im Ganzen auch noch erheblich günstiger zu realisieren gewesen. Zudem seien Cuxhavens Hinterland-Anbindungen wesentlich besser ausgebaut als die der Jade-Stadt. Für dringend geboten hält Stork den weiteren Ausbau des Hamburger Hafens. Die Planungen sollten dabei auch die Einbeziehung der ebenfalls am -heutigen - westlichen Hafenrand gelegenen Ortschaft Moorburg vorsehen. Den Hamburger Speditionsunternehmen riet er, sich mit den Möglichkeiten des künftigen GVZ -Altenwerder ernsthaft zu beschäftigen. Es entsteht direkt neben dem neuen Containerterminal, der in wenigen Monaten betriebsklar ist. (vr/eha)
Hamburger Spediteure: Elbe und Weser dringend ausbaggern
Für VHSp ist Cuxhaven der bessere Standort für einen Tiefwasserhafen