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Hafen Zeebrügge: Neue Bescheidenheit beim Containerumschlag

Am Hafen Zeebrügge ging der Containerumschlag im ersten Halbjahr 2011 zurück
© Foto: imago/HochZwei/Angerer

Boxen-Umschlag ging im ersten Halbjahr um fast sieben Prozent zurück / Auto-Verkehre legten trotz Japan-Desaster weiter zu


Datum:
27.07.2011
Autor:
Stefanie Nonnenmann
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Zeebrügge. Belgiens zweitgrößter Seehafen Zeebrügge muss sich im ersten Halbjahr 2011 beim Seegüterumschlag mit kleineren Brötchen zufrieden geben. Das gilt vor allem für den Containerumschlag, der sich in den zurückliegenden Jahren in dem Tiefwasserhafen besonders rasant entwickelte. Zeebrügge gehörte dabei innerhalb der Hamburg-Le Havre-Range, was die prozentualen Steigerungen im Boxen-Segment betrifft, zeitweise zu den Spitzenreitern.

Wie die Hafenverwaltung MBZ jetzt mitteilte, wurden zwischen Januar und Juni rund 1,2 Millionen TEU umgeschlagen. Das entspricht einem Rückgang von gut 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Für die Entwicklung macht der flämische Hafen unter anderem die umfangreichen Neustrukturierungen der Containerreedereien in ihren Übersee-Linienverkehren verantwortlich. Das gilt im Besonderen für den auch für Zeebrügge interessanten Fernost-Markt. Was auf den langen Transportrouten passierte, wirkte sich auch auf die Feeder-Verkehre aus, das heißt: Zeebrügge verlor damit auch entsprechenden Mengen im Vor- und Nachlauf.

Gute Entwicklung beim Autoumschlag

Erfreulich entwickelte sich aus Sicht der Zeebrügger Hafenverwaltung der Autoumschlag. Hier liefert sich der flämische Hafen seit Jahren ein leidenschaftliches Kopf-an Kopf-Rennen mit Bremerhaven. In den ersten sechs Monaten wurden mit knapp 898.000 Autos rund 15 Prozent mehr Fahrzeuge umgeschlagen als vor einem Jahr. Diese Umschlagmenge ist für die MBZ auch deshalb von großer Bedeutung, weil gerade die japanische Autoproduktion als Folge von Erdbeben, Tsunami und der anschließenden nuklearen Katastrophe erhebliche Produktionseinbrüche verzeichnete.

Im "grünen Bereich" liegt auch der Ro/Ro-Umschlag. Mit 6,7 Millionen Tonnen wurde rund 9,2 Prozent mehr rollende Ladung über die Kaikante bewegt. Auch beim Massengut- Umschlag ging es im ersten Halbjahr bergauf. Rund 912.000 Tonnen waren es bei festem und flüssigem Massengut. Die Mengensteigerungen liegen bei 5,9 Prozent für Greifer-, Saug- und Schüttgüter sowie bei 18,2 Prozent im Flüssigsegment. (eha) 

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