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Hafen Zeebrügge: Japan-Container löst Kontrollalarm aus

Bei einem aus Japan stammenden Container lag eine leicht erhöhte radioaktive Belastung vor
© Foto: Hafen Zeebrügge

Die Belgische Atomaufsichtsbehörde FANC beruhigt: „Keine Gefahr für Menschen und Umwelt“ / Nur ein Container war auffällig / Eine Dekontamination wird erwogen


Datum:
04.05.2011
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Zeebrügge. Nur wenige Stunden nach der am Dienstag erfolgten Ankündigung des Rotterdamer Hafens, wonach die Kontrollen von Schiffen und Ladung, die nach dem Atomunfall in Fukushima (11. März) das Inselreich mit Ziel Europa verlassen hatten, noch bis zum 15. Mai auf dem heutigen hohen Niveau durchzuführen sind, überraschte eine Meldung aus dem belgischen Zeebrügge die Schifffahrtswelt. Hier fiel ebenfalls am Dienstag ein Container auf, der beim Passieren der fest installierten Kontroll-Portale im Hafen einen Alarm auslöste. Diese Kontrolleinrichtungen wurden in allen großen Häfen als Konsequenz aus den Terroranschlägen in den USA vom September 2001 errichtet. Sie sollen bewirken dass, in den Containern zum Beispiel keine sogenannten „schmutzigen Bomben" transportiert werden.

Der mit Baumaschinenteilen beladene, jetzt in Zeebrügge auffällig gewordene Container gehörte zu einem Los von insgesamt sechs Boxen, die aus Japan stammten. Die Fracht wurde auf einen Frachter verladen, der am 16. März den Hafen von Yokohama verlassen hatte. In Malaysia wurden diese sechs Container auf einen anderen, nach Europa gehenden Frachter verladen, der sich nachweislich nicht in Japan aufgehalten hatte.

Bereits kurz nach dem Auslösen des Alarms in Zeebrügge wurde das Container-Six-Pack von den Experten der belgischen Atomaufsichtsbehörde FANC näher in Augenschein genommen. Dabei stellten die Fachleute mit ihren hochsensiblen Geräten fest, dass eine leicht erhöhte radioaktive Belastung lediglich bei einem Container gemessen wurde. Dies war ausschließlich an den Außenseiten des Behälters. Dabei handelt es sich um Cäsium 137. Der Messwert lag bei 0,1 Mikrosievert/pro Stunde. Dieser Wert war zuvor durch die FANC als ein Wert festgelegt worden, bei dem eine Alarmmeldung auszulösen ist.

„Wir hatten uns zu der Bekanntgabe des Messergebnisses entschlossen, um möglichen Gerüchten von Anfang an vorzubeugen. Wir wissen sehr genau, dass die Bevölkerung, aber auch die Menschen, die im Hafen arbeiten, beim Thema Japan-Ladung sehr sensibilisiert sind", erklärte Karina De Beule, Sprecherin bei der FANC der VerkehrsRundschau. Um zu ergänzen: „Zu keinem Zeitpunkt ging von dem Container und seiner Ladung eine Gefahr für die Menschen und die Umwelt aus." Derzeit wird noch überlegt, ob der Container einer zusätzlichen Behandlung unterzogen werden soll. (eha)

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