Rotterdam. Niedrigere Hafenentgelte für besonders umweltfreundliche Frachter, höhere Entgelte für Schiffe, die als weniger umweltfreundlich eingestuft sind. So könnte es in Zukunft im Hafen Rotterdam zugehen. Entsprechende Überlegungen bestätigte Tie Schellekens, Sprecher beim Hafenbetrieb Rotterdam (HbR), der VerkehrsRundschau. Allerdings will der HbR seine neue Tarifstruktur nicht im Alleingang umsetzen, sondern setzt hier auf ein abgestimmtes Vorgehen mit den großen Wettbewerbshäfen in der Hamburg -Le Havre-Range. So hat der neue CDU-Grünen-geführte Senat in Hamburg in der Koalitionsvereinbarung festgelegt, dass ein solches Bonus-/Malus-System bei den Hafenentgelten auch im Elbe-Hafen eingeführt werden soll. Das Thema „Hafenentgeltstrukturen“ ist eines von mehreren auf der erstmals in Rotterdam vom 9. bis 11.Juli durchgeführten Fachkonferenz „ World Port Climate Conference“. Zu ihr werden nach Darstellung von HbR-Sprecher Schellekens mehr als 350 Teilnehmer aus aller Welt erwartet. 54 Häfen werden an dieser Konferenz mitwirken. „Ein anderes wichtiges Thema wird die Frage der Landstromversorgung von Seeschiffen sein, um auf diese Weise den Ausstoß klimaschädlicher Abgase während der Hafenzeit zu verringern“, so Schellekens weiter. Rotterdam könne hier bereits mit konkreten Erfahrungen aufwarten. So seien derzeit bereits 20 Prozent aller Liegeplätze für Binnenschiffe mit Landstromanschlüssen ausgerüstet. Für die Seeschifffahrt stünden entsprechende, projektbezogene Untersuchungen vor dem Abschluss. (eha)
Hafen Rotterdam: Saubere Seeschiffe sollen sparen
Großer Fachkongress zum Thema Klimaschutz im Seeverkehr in Rotterdam / Nordseehäfen sollen umweltfreundliche Frachter entlasten