Hafen Rostock: Kombinierter Verkehr Schiff/Schiene wird immer besser

16.08.2005 17:39 Uhr

Im ersten Halbjahr 2005 stieg das KV-Sendungsaufkommen des Ostseehafens um 11,3 Prozent

Rostock. Der kombinierte Ladungsverkehr Schiene/Schiff (KV) über den Rostocker Hafen entwickelt sich weiter erfolgreich. Darauf verwies Ulrich Bauermeister, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock (HERO), vor Journalisten in der Hansestadt. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres stieg das KV-Sendungsaufkommen um 11,3 Prozent auf 31.825 Frachtsendungen (Container, Wechselbrücken, Trailer). Der Hafen trage dieser positiven Entwicklung Rechnung: Seit kurzem wird der vorhandene KV-Terminal mit rund 7,6 Millionen Euro ausgebaut. Die Arbeiten sollen zum Jahresende abgeschlossen sein. Aktuell verbinden 16 Ganzzüge den zweitgrößten deutschen Ostsee-Hafen mit dem Hinterland, im innerdeutschen Verkehr, aber auch im grenzüberschreitenden KV. Bauermeister ist überzeugt: „Multimodale Verkehre werden zukünftig noch stärker an Bedeutung gewinnen." Den Erfolg des KV über Rostock führt Bauermeister auf das gute Zusammenspiel der unterschiedlichen, an der Transportkette beteiligten Partner zurück: von den KV-Operateuren, über die Bahn bis hin zu den Fährgesellschaften. Letztere hätten in den letzten Jahren die Fahrpläne ihrer Schiffe geradezu optimal auf die Zugverbindungen abgestimmt, so dass ein schneller Anschlusstransport per Schiff oder Schiene sichergestellt werde. Im ersten Halbjahr liegt der Hafen beim Seegüterumschlag mit 12,1 Millionen Tonnen um 8,5 Prozent über dem des vergleichbaren Vorjahresniveaus. Auf den Hafenteil Überseehafen entfielen davon 11,4 Millionen Tonnen, was einem Zuwachs um 8,6 Prozent gegenüber dem 1.Halbjahr 2004 entspricht. Wachstumsträger ist und bleibt der Fähr- und Ro/Ro-Verkehr. Mit zusammengenommen 6,75 Millionen t. Damit entfällt auf dieses Segment 59 Prozent des Umschlags im Überseehafen. Derzeit verbinden Rostock sechs Fähr - und drei Ro/Ro-Linien mit den Nachbarhäfen. Vor allem die Fertigstellung der A20 erweise sich für Rostock als Glücksfall. Sie begünstige zudem auch Industrieansiedlungen im weitläufigen Hafen wie die des Kranherstellers Liebherr. Mit Hochdruck erschließe die HERO neue maritime Gewerbeflächen. (eha)

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