Hamburg. Das Thema „Port Package 2“ bleibt weiterhin ein Ärgernis und ruft jetzt erneut die Gewerkschaften auf den Plan. Wie die VerkehrsRundschau von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in Hamburg erfuhr, soll es am 11. Januar eine größere Protestaktion im Hamburger Hafen geben. Auch der Unternehmensverband Hafen Hamburg (UVHH) bestätigte durch Geschäftsführer Norman Zurke, dass diese Protestaktion stattfinden soll. Nach den vorliegenden Informationen haben neben Verdi-Chef Frank Bsirske auch der deutsche Europa-Abgeordnete Willy Piecyk (SPD), zugleich „Schattenberichterstatter" im EP-Verkehrsausschuss zur umstrittenen Richtlinie, ihr Erscheinen zugesagt. Für beide sind Redebeiträge vorgesehen. Bei Redaktionsschluss stand noch nicht fest, ob die Protestaktionen gegen das Port Package 2, über das im Plenum des Europäischen Parlaments am 17. und 18.Januar abgestimmt werden soll, auch noch in weiteren deutschen und europäischen Häfen stattfinden werden. Im Hamburger Hafen hatte es zuletzt – von den Hafenarbeitgebern mitgetragene – Proteste im Frühjahr 2003 und Sommer 2002 gegeben. Der Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hatte erst am Dienstag die deutschen EP-Abgeordneten dazu aufgerufen, gegen das Paket zu stimmen, das aus ZDS-Sicht im Falle der Annahme eine Existenzgefährdung der deutschen Hafenbetriebe nach sich ziehen werde. (eha)
Hafen Hamburg: Protestaktion gegen Port Package 2
Gewerkschaft und Unternehmensverband kämpfen Seite an Seite gegen geplante EU-Richtlinie