Hamburg. Die Hamburger Hafenunternehmen drängen darauf, dass die innerhalb der Freihafengrenzen noch vorhandenen Flächenreserven beschleunigt aufbereitet werden. Angesichts der anhaltenden Zuwächse gerade im Containerverkehr werde „die Luft für weiteres Wachstum nach 2010 sehr knapp", sagte Heinz Papenhagen, Präsident des Unternehmensverband Hafen Hamburg (UV), auf der Mitgliederversammlung in der Hansestadt. Konkret geht es um die Neustrukturierung des Mittelteils des Freihafens, um dort einen weiteren Containerterminal zu bauen. Das Projekt trägt die Bezeichnung „Containerterminal Steinwerder" . Papenhagen sagte, dass bis 2010 im Hamburger Hafen rund 13 Millionen TEU umgeschlagen werden. In diesem Jahr werde die Grenze von sieben Millionen Standardeinheiten überschritten, eine Menge, die der Rotterdamer Hafen 2003 erzielt hatte. Die Hafenwirtschaft investiert im laufenden Geschäftsjahr rund 230 Millionen Euro. Eine klare Absage erteilte der UV-Präsident Vorstellungen von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne), zu einer Art „Arbeitsteilung" zwischen den norddeutschen Häfen zu kommen. „Diese Vorstellung trägt Züge einer planwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung", sagte Papenhagen. Eine solche „Zwangskooperation ist wirtschaftlich völlig absurd". Das sei für die Hafenunternehmen und die Hafenkundschaft „völlig inakzeptabel". (eha)
Hafen Hamburg: Luft für weiteres Wachstum wird dünner
Der Hamburger Hafen droht aus Platzgründen an eine Wachstumsgrenze zu stoßen – jetzt sollen noch vorhandene Freiflächen der Nutzung zugeführt werden