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Hafen Antwerpen: Umschlagentwicklung im Aufwind

Beim konventionellen Stückgutumschlag schwächelt der Antwerpener Hafen. Der Umschlag von Stahlerzeugnissen ging im ersten Halbjahr sogar leicht zurück.
© Foto: Arndt

Anschluss an positive Wachstumsraten aus 2008 / Scheldehafen baut Position als Europas Nummer zwei unter den Containerhäfen weiter aus


Datum:
16.07.2010
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Antwerpen. Der Antwerpener Hafen findet wieder Anschluss an die positiven Wachstumsraten, die bis Mitte 2008 bestimmend waren. Wie der Städtische Hafenbetrieb Antwerpen (SHA) jetzt mitteilte, legte der zweitgrößte europäische Universalhafen beim Gesamtumschlag im ersten Halbjahr 2010 um 12,7 Prozent auf insgesamt 87 Millionen Tonnen zu. Beim Containerumschlag fällt der Mengenzuwachs gegenüber dem 1.Halbjahr des Krisenjahres 2009 sogar noch deutlicher aus: Ein Plus von 16, 2 Prozent auf 4,2 Millionen TEU. Damit festige Antwerpen seinen Platz als die Nummer zwei im Containersegment, kommentiert Eddy Bruyninckx, SHA-Chief Executive Officer. Der Scheldehafen hatte Hamburg 2009 als die Nummer zwei in Europa beim Containerumschlag verdrängt. Bruyninckx warnt aber vor einer verfrühten Euphorie. Es sei derzeit noch nicht absehbar, ob sich das Wachstum in dieser Form verstetige.

Unzufrieden ist der SHA mit der Entwicklung im konventionellen Stückgutsegment, das bislang zu den Stärken Antwerpens gehörte. Das Mengenplus betrug im ersten Halbjahr gerade einmal 1,2 Prozent auf 5,5 Millionen Tonnen. Der SHA kann sich dieses magere Ergebnis noch nicht erklären. Die konjunkturelle Entwicklung allein reiche als Erklärung jedenfalls nicht aus. Der Umschlag von Stahlteilen – Antwerpen ist Europas aufkommensstärkster Hafen für Stahlerzeugnisse – ging um 2,4 Prozent auf knapp drei Millionen Tonnen zurück. Früchte und Forstprodukten verbesserten sich um 2,7 Prozent auf 675 061 Tonnen (Frucht) beziehungsweise um 3,7 Prozent auf 643 607 Tonnen.

Massengutgeschäft verbesserte sich um rund vier Prozent

Das Massengutgeschäft verbesserte sich insgesamt um 4,1 Prozent auf 28,2 Millionen Tonnen. Während das trockene Massengut wie Kohlen, Erze, aber auch Dünger und Getreide auf einen Zuwachs von 24,7 Prozent auf 9,8 Millionen Tonnen kamen, stellte sich bei Flüssigladung ein Rückgang um 4,3 Prozent auf 18,4 Millionen Tonnen ein. Eine Erklärung ist für den SHA, dass sich die großen Mineralölkonzerne mit geringeren Vorräten eindeckten.

Der Ro/Ro-Verkehr konnte im aktuellen Berichtszeitraum um 13,4 Prozent auf 1,8 Millionen Tonnen zulegen. Nach den starken Verlusten im vergangenen Jahr erlebte der Fahrzeugumschlag einen kräftigen Rückenwind: Mehr als 442.000 Fahrzeuge wurden umgeschlagen, ein Plus von knapp einem Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Den SHA erfreut zudem, dass die Zahl der Schiffsanläufe zugenommen hat, was zu entsprechend höheren Einnahmen bei den Hafenentgelten führt. 7214 Schiffe liefen den Scheldehafen im ersten Halbjahr, ein Zuwachs von 4,5 Prozent. (eha) 

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