Hafen Antwerpen mit Rekordumschlag

22.10.2007 15:45 Uhr
Antwerpen
Container-Umschlagknoten: das Deurganckdok im Hafen Antwerpen (Bild: Hafen Antwerpen)
© Foto: Arndt

Neues Containerterminal fertigt bereits ein Sechstel des Gesamtumschlags ab: Hohes Importstahl-Aufkommen aus China und Indien sorgt für Umschlagplus

Antwerpen/Belgien. Der Hafen Antwerpen steuert ungebrochen auf Wachstumskurs. In den ersten neun Monaten schlug der zweitgrößte europäische Seehafen rund 135 Millionen Tonnen um, fast 8,4 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Diese Menge entspricht bereits dem Gesamtumschlag aus 2006 des großen Mitbewerbers Hamburg. Als Tonnenbringer erweisen sich für Antwerpen vor allem die Stückgutverkehre, das heißt sowohl konventionelles Stückgut als auch containerisiertes Stückgut, geht aus der jetzt vorgelegten Neunmonatsbilanz des Hafenbetrieb Antwerpen (SHA) hervor. Beim Containerumschlag wird Antwerpen auch in diesem Jahr wieder einen Rekord ausweisen. In den ersten neun Monaten gingen gut 6,1 Millionen Standardcontainer (TEU) über die Kaikanten, ein Plus von 15,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Inzwischen entfällt auf das erst im Sommer 2005 in Betrieb genommene neue Hafenbecken Deurganckdok (linkes Scheldeufer) rund ein Sechstel des Gesamtcontainer-Umschlags des Scheldehafens. Konkret: 1,1 Millionen TEU. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2006 stellt dieses Ergebnis eine Verdoppelung dar. Nach SHA-Ermittlung entfallen bedeutende Containermengen neben China auch auf Brasilien, die USA und Malaysia. Die traditionelle Stärke des Antwerpener Hafens im Stückgutsegment kommt auch in diesem Jahr wieder zur Entfaltung. Das Neunmonatsaufkommen liegt bei 14,9 Millionen Tonnen und damit um 11,7 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Herausragend ist in diesem Segment der Stahlumschlag. So lagen die Einfuhren von Import-Stahl aus China und Indien um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Ro/Ro-Verkehr verspürt Antwerpen ebenfalls Rückenwind. Das Gesamtaufkommen liegt mit 3,3 Millionen Tonnen um gut 16,7 Prozent über dem Vorjahresstand. Vor allem im ausgehenden Ro/Ro-Verkehr wartet der Hafen mit immer neuen Rekorden auf. Starke Schubkräfte entfaltet dabei unter anderem die neu eingerichtete Ro/Ro-Verbindung nach dem schwedischen Göteborg. Sie wurde von der belgischen Reederei Cobelfret eingerichtet. Die Neufahrzeug-Verkehre bescherten Antwerpen im aktuellen Berichtszeitraum rund 705.800 Autos, ein Plus von rund 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit vergleichsweise geringerem Zuwachs wartet der Massengutumschlag auf. Für dieses Segment errechnete die SHA im Berichtszeitraum 45,9 Millionen Tonnen, ein Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (eha)

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