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GVN und Verdi einigen sich: Mehr Urlaub und Nachtzuschläge

14.09.2018 13:27 Uhr
Verdi
Langwierig und zäh waren die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem GVN
© Foto: Ulrich Niehoff/picture-alliance

Die Gewerkschaft Verdi und der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen GVN haben sich nach langwierigen Verhandlungen auf einen Manteltarifvertrag geeinigt.

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Hannover. Wie der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen GVN am Freitag mitteilte, hat man sich mit der Gewerkschaft Verdi auf einige Änderungen im Tarifvertrag geeinigt. Der alte Manteltarifvertrag war bereits Ende 2012 (!) ausgelaufen. Er gilt für die Arbeitnehmer des privaten Verkehrsgewerbes im Land Niedersachsen in den Bereichen Güterverkehr, Spedition, Logistik, Möbelspedition, Kurier-, Express- und Paketdienste, Schwertransporte und Autokrane, Industrielogistik, Kontraktlogistik sowie industrienahe Dienstleistung.

Der neue Manteltarifvertrag tritt am 31.10.2018 in Kraft und hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2024.

Kernforderungen den Gewerkschaft waren 30 Urlaubstage, 30 Prozent Nachtzuschlag, eine Anhebung der Spesensätze auf die gesetzlichen Freibeträge, eine 39-Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich sowie die Anerkennung von Ausbildungszeiten als Beschäftigungszeiten.

 

 

Folgende Kompromisse führten schließlich zur Einigung:

Bis Ende August 2019 bleibt der Urlaub bei 27 Tagen pro Jahr. Ab Januar 2019 steigt er auf 28 Tage, ab 2021 auf 29 Tage und ab 2023 auf 30 Tage, schreibt der GVN.

Der Nachtzuschlag wird von derzeit 15 Prozent in drei Stufen ab Januar 2020 angepasst, zunächst auf 17,5 Prozent, ab  Januar 2022 auf 20 Prozent und ab Januar 2024 auf 22,5 % Prozent.

Der Forderung nach einer Anpassung der Spesensätze an die gesetzlichen Freibeträge ist von den Arbeitgebervertretern entsprochen worden. Mit der Forderung nach einer Reduzierung der Arbeitszeit auf 39-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich konnte sich Verdi nicht durchsetzen. Zumindest hinsichtlich der Berechnung der Kündigungsfristen werden Ausbildungszeiten im Betrieb künftig angerechnet.

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