Hannover. Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen hat erneut Kritik an der geplanten Mauterhöhung geübt. "Wenn Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee die geplante drastische Mauterhöhung unter anderem mit Investitionsanreizen und umweltpolitischen Erwägungen begründet, hat er entweder von der Praxis keinerlei Ahnung oder handelt wider besserem Wissen", sagte jetzt GVN-Hauptgeschäftsführer Bernward Franzky. Allein die Ankündigung der geplanten Mauterhöhung durch das Bundeskabinett verbunden mit dem Absturz der Konjunktur habe den Restwert der Euro-3-Fahrzeuge um rund 40 Prozent gedrückt. Für diese Fahrzeugkategorie erhöhe sich die Maut um 75 Prozent. Die Fahrzeuge im Alter von gerade mal zwei bis vier Jahren seinen auf dem Gebrauchtwagenmarkt praktisch unverkäuflich, so Franzky weiter. Mit der Entwertung eines großen Teils des Fuhrparks sei auch eine Refinanzierung neuerer Fahrzeuge unmöglich. "Die Unternehmer haben gar keine andere Wahl, das alte Fahrzeug mit ungünstigeren Schadstoffwerten und hoher Mauteinstufung weiter zu fahren", stellte der GVN Hauptgeschäftsführer fest. Dies schade der Umwelt und treibe die Kosten für die Unternehmen und letztendlich auch für die Verbraucher in die Höhe. (stb)
GVN: Geplante Mauterhöhung schadet der Umwelt
Fuhrparks würden schlagartig entwertet / Refinanzierung modernerer LKW "unmöglich"