17 der 52 Güterverkehrsstellen, die die Deutsche Bahn AG in Sachsen-Anhalt schließen wollte, werden von privaten Unternehmen weitergeführt. Das teilte Verkehrsminister Jürgen Heyer (SPD) am Dienstag in Magdeburg mit. Bei zwei weiteren der Güterbahnhöfe werde eine private Übernahme noch geprüft. 20 seien von der Bahn bereits geschlossen worden, könnten aber ebenfalls durch andere Betreiber übernommen werden. 70 der ehemals 109 Einrichtungen wolle die Bahn nach Verhandlungen mit dem Land nunmehr weiterbetreiben. Durch die ursprünglichen Bahn-Pläne wäre der Transport von 1,7 Millionen Tonnen Gütern oder 68.000 Lastwagenladungen von der Schiene auf die Straße verlagert worden, erläuterte Heyer. Nunmehr seien dies noch 260.000 Tonnen, also etwa 10.400 Lkw-Ladungen. Das Land steuert 2002 zehn Millionen Euro an Zuschüssen für erforderliche Investitionen in das private regionale Güterbahnennetz bei. Minister Heyer betonte, es müsse eine Reform im Schienenverkehr geben. "Es ist auch nicht unser Ziel, jedes unbedeutende Anschlussgleis zu erhalten." Auf Sachsen-Anhalts Schienenwegen werden jährlich 29 Millionen Tonnen Fracht transportiert. (vr/dpa)
Güterbahnhöfe werden privatisiert
Sachsen-Anhalt stellt zehn Millionen Euro bereit