Mainz. Für den Hunsrück-Flughafen Hahn ist nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Bündnis90/Die Grünen) auch künftig entscheidend, dass er 24 Stunden am Tag geöffnet bleibt. Dies sei ein „wesentlicher Bestandteil“ des Betriebes, sagte Lemke am Donnerstag im Landtags-Wirtschaftsausschuss in Mainz. Grundsätzlich sehen die Grünen Nachtflüge sehr kritisch.
Ein Gutachten der Firma AT Kearney, das Lemke in Auftrag gegeben hat, schlägt nach Agentur-Informationen unter anderem höhere Parkgebühren, mehr Gebühren für Fluggesellschaften und die Senkung von Kosten vor. Es geht auch darum, ob der Hunsrück-Airport stärker auf andere Linien als den irischen Billigflieger Ryanair setzen soll. Der Ausschuss beriet über die Empfehlungen in einer internen Sitzung.
Das Gutachten stelle der Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens ein gutes Zeugnis aus und sehe „gute Chancen für eine nachhaltige Sicherung des Standortes“, sagte Lemke im öffentlichen Teil der Ausschusssitzung. Allerdings würden auch Änderungen empfohlen. Das Ziel sei, die Landeszuschüsse zu senken. Am Hahn gibt es nach ihren Angaben rund 3000 Arbeitsplätze, die gesichert werden müssten.
Der Flughafen schreibt seit längerem rote Zahlen. Er gehört zu 82,5 Prozent dem Land Rheinland-Pfalz und zu 17,5 Prozent Hessen. Das Land Hessen hatte mit einem Ausstieg gedroht. Rheinland-Pfalz sucht nach neuen Investoren. (dpa)