Rom. Die Gründung der neuen Alitalia durch die Investorengruppe CAI verzögert sich um weitere zwei Wochen. Nach Berichten der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" (Montagausgabe) sollen die ersten Flüge der neuen Linie frühestens am 15. Dezember und nicht wie bisher geplant am 1. Dezember starten. Vor einem Neubeginn muss die Kartellkommission ein Urteil fällen. Es wird noch vor dem 20. Dezember erwartet. "Wir können kein sicheres Datum angeben, da es hier um Probleme geht, die nicht von uns abhängen", erklärten Sprecher der CAI. Die Kommission prüfe unter anderem, ob den Nutzern der Fluglinie weiterhin ein breites Angebot an Routen und Tarifen erhalten würde, erklärte der Präsident der Monopolkommission, Antonio Catricalà. Außerdem müssen sich die CAI und die Gewerkschaften der maroden Alitalia, deren Schuldenberg inzwischen auf über 2,3 Milliarden Euro angestiegen ist, über Entlassungen und Neueinstellungen einigen. Der Übernahmeplan der CAI sieht vor, 12 500 der etwa 17 000 Alitalia-Arbeitsplätze zu erhalten und über eine Milliarde Euro in die Airline zu investieren. Gesucht wird bis Ende des Jahres auch noch ein ausländischer Geschäftspartner. Im Gespräch sind Air France/KLM und Lufthansa. (dpa)
Gründung der neuen Alitalia verzögert sich um rund zwei Wochen
Erste Flüge der neuen Linie sollen frühestens am 15. Dezember starten