Größere Unternehmen bieten häufiger Weiterbildung an

16.01.2002 09:06 Uhr

Eine aktuelle Untersuchung des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter in größeren Unternehmen häufiger anzutreffen sind.

Was sich wohl schon mancher insgeheim gedacht hat, ist nun auch statistisch bewiesen: Je größer ein Unternehmen, desto häufiger das Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten. Wie das Statistische Bundesamt Mitte Januar, mitteilte, nutzen 75 Prozent der Unternehmen in Deutschland Weiterbildungsmöglichkeiten zur beruflichen Qualifizierung ihrer Mitarbeiter. Während 99,4 Prozent der Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten Weiterbildung anbieten, liegt der Wert bei Unternehmen mit 10 bis 19 Mitarbeitern nur bei 57,5 Prozent. Sehr intensiv kümmern sich Kreditinstitute, Versicherungen und Datenverarbeitungsunternehmen um ihre Mitarbeiter. Alle befragten Betriebe dieser Branche konnten Angebote zur Weiterbildung vorlegen. Im Mittelfeld liegen der Handel mit 77,2 Prozent und das Verarbeitende Gewerbe mit 63,7 Prozent. Schlusslicht bilden Bergbau mit 46 Prozent sowie Verkehr und Nachrichtenübermittlung mit 49,7 Prozent. Je Teilnehmer ergeben sich im Durchschnitt 27 Weiterbildungsstunden im Jahr, wobei Männer mit 28,5 Stunden etwas länger teilnehmen als Frauen (24,7 Stunden). Mit 20,7 und 19,6 Stunden stehen "EDV/Informationstechnik" und "Management/Arbeitstechniken" ganz oben in der Themenliste. Das "Verkaufstraining" und "Produktion und Technik" macht im Schnitt 11 Stunden aus, Sprachkurse hingegen dauern nur 6,6 Stunden. Pro Teilnehmer wenden die deutschen Unternehmen 1723 Euro für Lehrveranstaltungen auf. Umgerechnet auf alle Beschäftigten in Unternehmen mit Lehrveranstaltungen beträgt dieser Wert 624 Euro. Mit gut 43 Prozent haben die Lohn- und Gehaltskosten der Teilnehmer den größten Anteil an den Weiterbildungskosten. 19 Prozent entfallen auf Zahlungen und Gebühren für externe Lehrveranstaltungen, 13 Prozent auf Kosten für internes Weiterbildungspersonal und 10 Prozent auf Kosten für den Einsatz von externem Weiterbildungspersonal. Reisekosten und Spesen (8 Prozent) oder Kosten für Räume und Ausstattung (6 Prozent) machen dagegen nur einen geringen Teil der Witerbildungskosten aus. Neben klassischen Lehrveranstaltungen und Seminaren, die unternehmensintern und bei externen Anbietern stattfinden, nutzen 72 Prozent der Unternehmen weitere Formen der Weiterbildung Dazu gehören "Informationsveranstaltungen" (61 Prozent) und "geplante Phasen der Weiterbildung am Arbeitsplatz" (54 Prozent). Moderne Formen wie "selbstgesteuertes Lernen" (14 Prozent), "Lern- und Qualitätszirkel" (11 Prozent) und vor allem "Job-Rotation" (4 Prozent) sind demgegenüber weniger verbreitet. Die Erhebung fand 1999 in insgesamt 26 europäischen Staaten statt. In Deutschland wurden 10.000 Unternehmen mit zehn und mehr Beschäftigten aus nahezu allen Wirtschaftsbereichen befragt. Die Broschüre "Zweite Europäische Erhebung zur beruflichen Weiterbildung" über wichtige Ergebnisse der Befragung" des Statistischen Bundesamtes steht ihnen zum Download hier auf www.logistik-inside.de zur Verfügung. Weitere Informationen zur Studie erteilt das Statistische Bundesamt, Gruppe VII C, 65180 Wiesbaden, Telefon: 0611 75 41 52, Telefax: 0611 - 75 39 77, E-Mail: cvts@destatis.de.

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