Polnische Autohändler haben auch am Freitag ihre Blockaden im Grenzgebiet zu Deutschland fortgesetzt. Erst als die Polizei etwa 20 Kilometer vor dem deutsch-polnischen Grenzübergang Swiecko bei Frankfurt an der Oder mit einem gewaltsamen Einsatz drohte, lösten die dort ausharrenden Händler ihre Blockade der Zufahrtsstraße auf. In Jedrzychowice bei Ludwigsdorf löste die Polizei am Freitag die Blockade am seit vier Tagen gesperrten Grenzübergang auf. Noch in der Nacht zu Freitag hatte ein Teil der Händler ihre Fahrzeuge verlassen und war vor der Polizei auf deutsches Gebiet geflüchtet. Den deutschen Grenzbehörden überreichten sie ein Schreiben, in dem sie auf ihre Probleme hinwiesen. Am Vormittag kehrten sie auf die polnische Seite der Grenze zurück.Die Protestierenden fordern die Rücknahme von Bestimmungen des polnischen Umwelt- und Finanzministerium, die die Einfuhr schrottreifer Gebrauchtwagen verhindert. Seit Ende März dürfen nur noch nachweislich fahrtüchtige Gebrauchtwagen nach Polen eingeführt werden. In Polen lebt eine ganze Branche von Autohändlern und Werkstätten in Grenznähe von der Reparatur und dem Weiterverkauf von Unfallwagen, die in Deutschland und anderen EU-Staaten günstig aufgekauft wurden. Nach Angaben der Autohändler bringen die neuen Bestimmungen den Verlust von mehr als 1000 Arbeitsplätzen mit sich. (vr/dpa)
Grenzblockade polnische Autohändler beendet
Protestierer in Swiecko und Ludwigsdorf von der Polizei vertrieben