Görke nennt 2017 für Flughafen-Eröffnung realistisch

17.11.2014 15:58 Uhr
Auch nach Bauabschluss werden die Fluggäste noch zwei Jahre warten müssen

Der brandenburgische Finanzminister rechnet damit, dass es noch mindestens zwei Jahre dauert, bis der Hauptstadtflughafen in Betrieb geht.

Schönefeld. Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) rechnet mit einer Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens erst in mehr als zwei Jahren. „Das Jahr 2017 scheint mir nach dem jetzigen Stand nicht unrealistisch“, sagte er dem „Tagesspiegel“ (Montag). Er sei gespannt, welchen Zeitplan Flughafenchef Hartmut Mehdorn am 12. Dezember dem Aufsichtsrat präsentieren werde.

Nach Bauabschluss werden die Fluggäste jedenfalls noch etwa ein halbes Jahr auf den neuen Airport warten müssen. Mehdorn plant fünf bis sieben Monate für den Probebetrieb und für den Umzug von den Altflughäfen Tegel und Schönefeld ein, wie aus einer Ausschreibung hervorgeht. Damit sucht Mehdorn für den Probebetrieb Organisatoren und Schulungsmitarbeiter.

Probedurchlauf soll besser werden

Wie vor der geplatzten Flughafen-Eröffnung 2012 sollen Komparsen Schwachstellen aufdecken. Damals waren es 10.000 Freiwillige, die wegen des Termindrucks während Bauarbeiten im Einsatz waren. Das will Mehdorn dieses Mal vermeiden.

Minister Görke hat nach eigenen Worten keinen Zweifel, dass der Flughafen eines Tages den Betrieb aufnehmen wird. „Eine Investitionsruine in Schönefeld ist für mich unvorstellbar“, sagte er. Zugleich stellte er klar, dass Brandenburg nicht ohne weiteres noch mehr Geld zur Fertigstellung des Flughafens nachschießen wird.

Die Position Brandenburgs sei eindeutig: „Die Mehrkosten für die Inbetriebnahme hat der Flughafen selbst zu schultern.“

Die zuletzt von Aufsichtsrat gebilligten 1,1 Milliarden Euro seien „nur der nötige Finanzrahmen“, sagte Görke. „Der Flughafen ist beauftragt, dafür Finanzierungsmodelle zu prüfen.“ Zur Finanzierung sollten „vorrangig Quellen außerhalb weiterer Kapitalzuführungen des Gesellschafter identifiziert und ausgeschöpft werden“. Gesellschafter sind die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund. (dpa)

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KOMMENTARE

Wolfgang Trantow

18.11.2014 - 13:39 Uhr

Eine hervorragende Leistung unsere Politiker und Experten, die weiter ungestraft wursteln können zum Nachteil der Bürger.


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