Gewinneinbruch bei Logwin im ersten Halbjahr

06.08.2008 11:53 Uhr
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Die sich abschwächende Konjunktur belastet Logwin (Bild: Logwin)
© Foto: Logwin

Logwin-Chef Berndt-Michael Winter erklärt den Bereich Solutions zur Chefsache

Grevenmacher. Der luxemburgische Logistikdienstleister Logwin, ehemals Thiel Logistik, hat im ersten Halbjahr deutlich weniger Gewinn gemacht. Das Nettoergebnis beträgt für die ersten sechs Monate 3,9 Millionen Euro und liegt damit knapp 18 Prozent unter der Vorjahresmarke (4,7 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank um knapp sechs Prozent auf 15,4 Millionen Euro. Berndt-Michael Winter, Vorsitzender des Executive Committee korrigierte wegen der sich eintrübenden Konjunktur die Gewinnerwartungen für das zweite Halbjahr nach unten. Für das Gesamtjahr erwarte man nur eine „geringe Erhöhung“ von Umsatz und operativen Ergebnis. Anfang des Jahres sei man mit dem Ziel angetreten, Umsatz und Ergebnis „deutlich“ zu erhöhen. Logwin-Chef Winter machte vor allem die sich abkühlende Konjunktur in Deutschland und weltweit sowie die explodierenden Dieselpreise für das schlechte Ergebnis verantwortlich. „Uns bläst derzeit ein starker Wind entgegen“, sagte Winter bei der Präsentation der Halbjahreszahlen vor Journalisten bei einer Telefonkonferenz. Sorgenkind des Unternehmens ist der Geschäftsbereich Solutions, der die Segmente Industriegüter, Konsumartikel, Textillogistik und Medienlogistik umfasst. Der Umsatz ist in diesem Bereich mit 366 Millioneneuro gegenüber dem Vorjahr zwar nahezu konstant geblieben, das Ergebnis ist aber von 14,3 Millionen Euro auf 7 Millionen Euro abgesackt. Als Konsequenz hat Winter Solutions zur Chefsache erklärt und übernimmt persönlich die Verantwortung für den Bereich. Klaus Hrazdira, der das Geschäftsfeld Solutions bisher verantwortete, verlässt das Unternehmen. Einziger Lichtblick der Halbjahresbilanz: Der Bereich Road + Rail, der im Vorjahreszeitraum noch 0,6 Millionen Verlust gebracht hatte, schrieb erstmals wieder schwarze Zahlen (Ergebnis: + 1,1 Millionen Euro). Als vorrangiges Ziel benannte Winter zum einen die Intensivierung des Vertriebs im Kontraktlogistikgeschäft sowie die Weitergabe der Mehrkosten aufgrund hoher Dieselpreise. Detlef Kükenshöner, verantwortlich für den Bereich Road + Rail, erklärte gegenüber der VerkehrsRundschau, dass je nach Ausgangsniveau bei einzelnen Kunden Preisanpassungen von bis zu 14 Prozent realistisch seien. Mit vielen Kunden habe man darüber hinaus Preisanpassungsklauseln vereinbart. (diwi)

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