Der vom Münchner Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung erhobene Geschäftsklimaindex ist im Juni in Westdeutschland verglichen mit dem Vormonat von 91,6 Punkte auf 91,3 Punkte gesunken. Der Rückgang resultiert ausschließlich aus den nicht mehr ganz so günstigen Erwartungen für die nächsten sechs Monate, die Urteile zur gegenwärtigen Geschäftslage haben sich dagegen etwas aufgehellt. Zur Verschlechterung des Geschäftsklimas trugen ungünstigere Meldungen aus dem Bauhauptgewerbe sowie aus dem Einzelhandel und dem Großhandel bei. In dem für die konjunkturelle Entwicklung besonders wichtigen verarbeitenden Gewerbe hat sich dagegen das Geschäftsklima weiter erholt, so Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo-Instituts, zur aktuellen Indexentwicklung. In den Ostdeutschen Ländern ist der Index dagegen leicht gestiegen. Die Daten belegen, dass der konjunkturelle Aufschwung nach wie vor verhalten ist. Dennoch bleibt es wahrscheinlich, dass der Aufschwung im Zweiten Halbjahr an Fahrt gewinnt, wenn auch wohl erst in dessen zweiter Hälfte. Das Münchner Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung befragt zur Ermittlung des Index jeden Monat 7000 Unternehmen in ganz Deutschland zu ihrer Einschätzung der Geschäftslage und zu ihren Erwartungen für die kommenden sechs Monate.
Geschäftsklima trübt sich wieder ein
Die Gewinnwarnungen der vergangenen Wochen ließen es bereits erahnen, dass Geschäftsklima ist noch nicht so freundlich wie erhofft. Nun ist es amtlich.