Frankfurt/Main. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport steht vor einem Generationswechsel. Der bisherige Fraport-Vizechef Stefan Schulte, 48, wird zum 1. September den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Wilhelm Bender, 64, ablösen, der aus Altersgründen ausscheidet. Dies teilte das Unternehmen am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Schulte ist seit 2003 bei der Fraport AG und war dort zunächst als Finanzvorstand tätig. Seit 2007 ist er Vize-Vorstandschef und in dieser Funktion unter anderem für den Flughafenausbau zuständig. Neu in den Vorstand des MDAX-Unternehmens wurde Peter Schmitz, 58, berufen, bisher Bereichsvorstand für die Bodenverkehrsdienste in Frankfurt. Der Fraport-Aufsichtsratsvorsitzende und hessische Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) erklärte, der Aufsichtsrat traue der neuen Mannschaft zu, „das Fraport-Schiff in Zeiten der größten Wirtschafts- und Finanzkrise durch unruhige See sicher und gut zu steuern“, hieß es in einer Mitteilung der Fraport. Schulte habe sich für die Nachfolge Benders eindrucksvoll profiliert, so dass seine Berufung ein „logischer Schritt“ gewesen sei. Den scheidenden Fraport-Chef Bender würdigte Weimar als ein „Urgestein unter den Persönlichkeiten der internationalen Airport-Landschaft“. Er sei unter allen in der DAX-Indexfamilie notierten Unternehmen der dienstälteste Vorstandsvorsitzende. Der neue Frankfurter Flughafenchef Stefan Schulte steht gleich am Anfang vor einer Mega-Aufgabe: Für rund vier Milliarden Euro soll der größte deutsche Airport in den nächsten Jahren um eine vierte Piste und ein drittes Terminal erweitert werden. Zwar zählte der Flughafen zuletzt sinkende Passagierzahlen, der Ausbau der Kapazität soll aber pünktlich zum nächsten Aufschwung in der Luftfahrt stehen.(dpa/ag)
Generationswechsel am Frankfurter Flughafen
Stefan Schulte löst langjährigen Vorstandsvorsitzenden Wilhelm Bender ab