Die staatliche österreichische (gelbe) Post ist seit acht Monaten erstmals mit einem Konkurrenten konfrontiert. Das niederländisch-österreichische Gemeinschaftsunternehmen Redmail rückt konsequent in alle Sparten vor, die vom bisherigen Postmonopol freigegeben werden. Der Konkurrenzkampf wird nicht nur auf dem Markt, sondern auch vor Gericht ausgetragen. Redmail möchte uneingeschränkten Zugang zu allen Hausbriefkästen. Mit einer entsprechenden Klage war das Unternehmen in erster Instanz erfolgreich, hat aber beim Obergericht verloren. Der Streit geht also weiter. Mit einer neuen Struktur bereitet sich die Staatspost inzwischen auf die Liberalisierungszukunft vor. Von einer Aufteilung in die fünf Sparten Brief, Werbesendungen, Kep-Dienste, Zeitungsversand und Schalter erwartet sie sich eine effizientere Organisation. Derzeit ist nur das monopolgeschützte Briefsegment gewinnbringend. Alle anderen Bereiche schreiben Verluste. (vr/rv)
Gelb gegen Rot bei Österreich-Post
Redmail agiert als unbequemer Konkurrent auf dem Markt