Paris. Der französische staatliche Bahnfracht-Anbieter Fret SNCF hat wie bereits im Vorjahr auch das letzte Geschäftsjahr mit hohen Verlusten abgeschlossen. Schon vor der für den 26. Januar anberaumten Jahrespressekonferenz wurde das Minus von L`Officiel des Transporteurs auf 260 Millionen Euro beziffert. Es läge damit exakt auf derselben Höhe wie 2006. Wie das Blatt berichtet, macht die Unternehmensleitung für die erneuten Verluste die Bahnstreiks vom letzten Quartal verantwortlich. Sie hätten den positiven Beginn zu Anfang des Jahres wieder zunichte gemacht. Nunmehr hofft Fret SNCF auf ein verbessertes Resultat im neuen Jahr und stützt diese Erwartung auf eine neue Angebotsstrategie. Außer dem Einsatz von Hochgeschwindigkeits-Güterzügen sieht sie insbesondere die Zusammenstellung von so genannten Multibloc-Zügen vor. Von den einzelnen Regionen des Landes aus sollen einzelne Blocks mit identischen Fahrtzielen von zwei bis zehn Waggons pro Kunde so miteinander verbunden werden, dass sie am Ende mehr oder weniger einen Komplettzug ergeben. (jb)
Fret SNCF erneut mit 260 Millionen Euro Jahresverlust
Französisches Staatsunternehmen will angespannte Situation mit neuen Angeboten verbessern