Der Flughafenbetreiber Fraport will angesichts rückläufiger Passagierzahlen von mehr Militärflügen und höheren Gebühren profitieren. Außerdem werde 2002 die erstmalige Einbeziehung der Sicherheitsdienste-Tochter ICTS Europe in die Bilanz zu einem deutlichen Umsatzanstieg führen. Das teilte der Konzern am Dienstag in Frankfurt mit. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) werde aber wohl nur das Vorjahresniveau erreichen. Bereits im ersten Quartal zeichnete sich diese Entwicklung ab. Vor allem wegen der Berücksichtigung von ICTS Europe und zunehmender Militärflüge von Frankfurts aus stiegen die Erlöse um 14,4 Prozent auf 401,7 Millionen Euro. Der Konzerngewinn nach Steuern fiel mit 18,1 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr. Niedrigere Sachkosten und geringere Schulden verbesserten zusätzlich das Ergebnis. Die Flughafengebühren seien durchschnittlich um 3,2 Prozent angehoben worden. Das niedrigere Passagier- und Luftfrachtaufkommen wirkte sich dagegen negativ auf die Erträge aus. Allerdings beobachtet der Flughafenbetreiber mittlerweile eine Erholung. (vr/dpa)
Fraport will von mehr Militärflügen und höheren Preisen profitieren
Niedriges Passagier- und Frachtaufkommen dämpft die Erträge