Seit sechs Jahren verliert das französische Transportgewerbe im europäischen Wettbewerb immer mehr an Boden. Sein Marktanteil nimmt vor allem in jenen Ländern ab, in denen die linksrheinischen Unternehmen traditionell am stärksten vertreten waren, - als Partner des heimischen Aussenhandels und als Begleiter bei Delokalisierungen. Dies ist nach einem Bericht von Les Echos seit zwei Jahren nicht mehr der Fall. Geländeverluste gebe es auch im Drittländerverkehr und Kabotagebereich, wo die EU-Konkurrenz im Schnitt zwei- bis dreimal so viel Ladung transportierten. Der Grund: die sehr hohen Sozialkosten für die französischen Unternehmen. Einen Ausweg sehen ihre Verbände nur in einer Harmonisierung der gewerblichen Rahmenbedingungen und Auflagen auf EU-Ebene. Sie sind sich aber klar darüber, dass es bis dahin noch sehr lange dauern kann. (vr/jb)
Franzosen zahlen Tribut für hohe Sozialkosten
Transportgewerbe verliert Marktanteile in EU-Ländern