Französischer Verband: "EU-Freigabe 6 Monate aussetzen!"

12.12.2003 17:54 Uhr

Ausländische Unternehmen haben bei Kabotage die Nase vorn

Paris. Der vor 3 Jahren gegründete französische Gewerbeverband Organisation des transporteurs routiers européens (OTRE) mit Sitz in Bordeaux sieht die Wettbewerbssituation der heimischen Transportwirtschaft mehr und mehr auch im Kabotagebereich als bedroht an. Gegenwärtig würden vor allem im grenznahen Transportverkehr sechsmal mehr Kabotagefahrten von ausländischen Unternehmen durchgeführt als von inländischen. Der Verband spricht von "wilder Konkurrenz" und hat deshalb die Regierung aufgefordert, in Brüssel auf eine sechsmonatige Aussetzung der entsprechenden EU-Direktive 3118/93 hinzuwirken. Diese sehe eine solche Maßnahme für den Fall vor, dass einer der Mitgliedsmärkte durch die geltende Kabotagepraxis beträchtlich gestört werde. Laut OTRE haben die Franzosen bis zur Jahresmitte weitere 1,7 Prozent Marktanteil am internationalen Transport verloren. Wie werde sich die Situation erst darstellen, wenn die EU in wenigen Monaten 25 Mitglieder zähle, fragte Verbandspräsident Jean-Pierre Morlin in einem Gespräch mit dem Fachmagazin L`Officiel des Transporteurs. Schon jetzt häuften sich in Frankreich die Firmenzusammenbrüche. (vr/jb)

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