Der französische Transport- und Logistikverband (TLF) wird an der gegenwärtig im Ministerium stattfindenden Gesprächsrunde zum Thema "extrem niedrige Tarife" nicht mehr teilnehmen. Dies erklärte der Verband in einem Brief an Transportminister Jean-Claude Gayssot. Bei den Diskussionen geht es um die Ausführungsbestimmungen für ein Gesetz, mit dem die Regierung vor allem die Interessen von kleinen und mittleren Transportunternehmen besser schützen will. In der TLF sind überwiegend die größeren Gruppen des Landes organisiert. Der Verband sieht in der bisherigen Diskussionslinie eine Tendenz zur Rückkehr zu staatlich festgesetzten Preisen. Der kürzlich vom Ministerium veröffentlichte offizielle Index zur Höhe der Selbstkostenpreise im Transportgewerbe beispielsweise werde "den Transporteuren eher schaden als helfen", erklärte TLF. Auch die übrigen Vorschläge trügen in keiner Weise zur Lösung der realen wirtschaftlichen Probleme der Unternehmen bei, sondern zielten nur darauf ab, das "überholte administrative und regulatorische Arsenal weiter zu verstärken". Dringlich seien stattdessen zum Beispiel Erleichterungen im Bereich der Überstundenregelung. (vr/jb)
Frankreich: TLF fürchtet Rückkehr zu staatlich festgesetzten Preisen
Unternehmen fordern statt dessen günstigere Überstundenregelung