Narbonne/Frankreich. Mitten in der Energiekrise haben französische Fernfahrer am Montag Rohöllager blockiert und Staatshilfen wegen der gestiegenen Treibstoffpreise verlangt. Auch an Grenzübergängen wurden Lastwagen postiert, um Treibstofflieferungen zu verhindern. Der Branchenverband Unostra, dem 4500 kleine Fuhrunternehmen angehören, forderte die sofortige Senkung der Benzinsteuern, Gewerbesteuern und Sozialabgaben. „Die Blockade strategischer Anlagen in Frankreich“ sei „zeitlich unbegrenzt“, erklärte der Verband. Im elsässischen Ilzach bei Mülhausen blockierten die Fuhrleute das Rohöllager Ile Napoléon. Bei Narbonne fuhren Lastwagen vor Lagern der Raffinerie Port-la-Nouvelle auf und behinderten die Beladung von Tankfahrzeugen. Bei einem Tankwagen wurde die Luft aus den Reifen gelassen. Ähnliche Aktionen gab es im Burgund und in anderen Landesteilen. Wegen der Beschädigung von Raffinerien und Ölanlagen durch den Hurrikan „Katrina“ in den USA sind die Treibstoffpreise weltweit stark gestiegen. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat deswegen die strategischen Ölreserven teilweise freigegeben. (dpa)
Frankreich: Fernfahrer blockieren Rohöllager
Aus Ärger über die hohen Dieselpreise errichten LKW-Fahrer Blockaden und verhindern Treibstoffauslieferungen