Frankfurt/Main. Besorgt über die Koalitionsaussagen der schwarz-grünen Koalition im Frankfurter Römer hat sich der Vorstandsvorsitzende des Flughafenbetreibers Fraport, Wilhelm Bender, geäußert. Er hoffe, dass „sich aus dem Verwaltungshandeln für uns keine Probleme ergeben werden“, sagte Bender vor dem Luftfahrtpresseclub am Mittwochabend. CDU und Grüne hatten in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, dass sie im Stadtparlament keine eigene Initiativen zum Ausbau einbringen werden. Bei Anträgen anderer Fraktionen zum Thema Flughafen wollen sie sich der Stimme enthalten. Bender wies darauf hin, dass die Frankfurter Ämter unter anderem für Baugenehmigungen und die Gewerbeaufsicht am größten deutschen Flughafen zuständig sind. Das Verhältnis der Stadt zu seinem wichtigsten Unternehmen könne das Verwaltungshandeln befördern oder auch nicht, sagte der Vorstandsvorsitzende. Auch wenn die Vereinbarungen keine unmittelbare Auswirkungen auf den Ausbau haben könnten, sei es doch wichtig, dass der Flughafen von der Stadt positiv gesehen werde. Bender berichtete, in der jüngsten Analystenkonferenz zum Quartalsergebnis sei bereits nach möglichen Folgen der schwarz-grünen Vereinbarungen im Römer für die Fraport gefragt worden. (dpa)
Frankfurter Koalition spart Flughafenausbau aus
Fraport-Chef Bender besorgt über schwarz-grüne Vereinbarung