Leipzig. Der Flughafen Leipzig Halle schafft mehr Platz für die Flugzeuge der am Standort ansässigen DHL und der Frachtairline Aerologic, einem Gemeinschaftsunternehmen von DHL und Lufthansa Cargo. Ab Oktober 2010 wird das von der Posttochter DHL genutzte Vorfeld 4 erweitert, teilte die Flughafen am Dienstag mit. Für 13 Millionen Euro werden bis Herbst 2011 vier zusätzliche Standplätze für Großraumflugzeuge geschaffen. Das entspricht einer Kapazitätserweiterung um 13 Prozent.
Der Geschäftsführer der DHL Hub Leipzig Eric Malitzke betonte, die neuen Stellplätze seien hauptsächlich für die neuen Boeing B777 der Tochtergesellschaft Aerologic bestimmt. Aerologic hatte vor einem Jahr den Flugbetrieb am internationalen Luftfrachtdrehkreuz Leipzig/Halle aufgenommen und dies am Dienstag in Leipzig gefeiert. Das Frachtgeschäft der Airline, die derzeit 5 Frachtmaschinen betreibt, soll weiter ausgebaut werden, kündigte Aerologic-Geschäftsführer Jörg Eberhart an. Bis Jahresende werden drei weitere Frachtflieger vom Typ Boeing 777 F angeschafft. Die sechste Maschine kommt am 9. Juli nach Leipzig die beiden anderen Neuauslieferungen im September und November. Damit wächst die Flotte auf insgesamt acht Maschinen. Der Pilotenstamm werde deshalb bis Jahresende von derzeit 120 Piloten auf 160 aufgestockt. Das Frachtaufkommen von derzeit rund 5600 Tonnen pro Woche könnte bis Jahresende noch einmal um etwa 60 Prozent steigen, schätzt Eberhart.
Für die Mutterunternehmen fliegt Aerologic 70 wöchentliche Verbindungen zu zwölf Zielen auf drei Kontinenten. Der Chef des DHL- Luftfrachtdrehkreuzes, Erik Malitzke, sieht den HUB weiter auf Wachstumskurs. „Wir sind sehr gut durch die Krise gekommen und wollen weiter zulegen", sagte er, machte aber keine konkreten Angaben über das Frachtaufkommen. Im Jahr 2009 waren am Airport Leipzig/Halle rund 524.000 Tonnen Luftfracht umgeschlagen worden. Er ist damit den Angaben zufolge der drittgrößte Frachtflughafen in Deutschland. (tk/dpa/diwi)