Bad Sassendorf/Hamburg. Der Weltmarkt für Flurförderzeuge ist in den letzten Monaten 2008 dramatisch eingebrochen. Im Vergleich zum Jahr 2007 ist das Marktvolumen 2008 um acht Prozent auf 872.000 Einheiten zurückgegangen, teilt Staplerbauer Jungheinrich mit. Dabei erlebte Nordamerika mit 17 Prozent den stärksten Einbruch, während das Volumen in Europa um 9 und in Asien um 3 Prozent sank. „Nach der Intralogistikmesse CeMAT im Frühjahr 2008 waren wir noch optimistisch für das Jahr 2009“, sagt Helmut Limberg, Vertriebsvorstand von Jungheinrich. Ab der zweiten Jahreshälfte 2008 sei dann der Auftragseingang weltweit „abgestürzt“. Bis dahin seien Märkte wie Osteuropa zum Teil noch zweistellig gewachsen. Wenig positiv blickt Limberg in die Zukunft: Die Krise werde noch 12 bis 18 Monate dauern. Das Tal erwartet der Manager für Ende 2009. Seriös könne im Moment niemand Zahlen zur Marktentwicklung nennen. Aber der Rückgang könne im mittleren zweistelligen Prozentbereich liegen. Entlassungen plant Jungheinrich wegen der Absatzkrise derzeit nicht. „Wir wollen alle Mann an Bord halten“, sagt Limberg. Man bereite aber Maßnahmen vor, um die Kosten zu senken. Auch Kurzarbeit sei eine Möglichkeit. 2008 werde der Umsatz aber noch steigen. Zudem würden alle Bereiche einen positiven Ergebnisbeitrag leisten. Genaue Zahlen könne er aber erst mit der offiziellen Bilanzpräsentation nennen. (sv)
Flurförderzeuge: Trübe Aussichten für 2009
Der Weltmarkt für Flurförderzeuge ist in den letzten Monaten 2008 dramatisch eingebrochen