Langen. Der Luftverkehr in Deutschland ist im vergangenen Jahr pünktlicher geworden. Im Durchschnitt war jeder Flug 0,7 Minuten verspätet nach 1,8 Minuten im Vorjahr, wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) am Donnerstag in Langen südlich von Frankfurt mitteilte. Damit liege Deutschland klar unter dem europaweiten Wert von 2,1 Minuten im vergangenen Jahr. Die bundeseigene Deutsche Flugsicherung ist für die Flugverkehrskontrolle in Deutschland zuständig. Allerdings war im Jahr 2002 auch die Zahl der Flüge gesunken. 2,49 Millionen Flugbewegungen wurden von der Fluglotsen der Gesellschaft kontrolliert - das sind 2,9 Prozent weniger als 2001. Im ersten Halbjahr 2003 wurden 1,22 Millionen Flüge gezählt nach 1,20 Millionen im Vorjahreszeitraum. Die deutschen Verkehrsflughäfen verzeichneten bei den Passagierzahlen im vergangenen Jahr einen Rückgang um 2,8 Prozent, in Frankfurt als dem größten deutschen Flughafen lag das Minus bei 0,2 Prozent. DFS-Technik-Geschäftsführer Peter Waldinger widersprach der verbreiteten These, die Anschläge vom 11. September 2001, der Irak- Krieg oder die Lungenkrankheit Sars habe die derzeitige Krise der Luftfahrtbranche ausgelöst. Die ersten Hinweise auf eine lahmende Weltkonjunktur seien vielmehr bereits im Frühjahr 2001 spürbar gewesen. Die Deutsche Flugsicherung feierte in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Vor zehn Jahren war die einstige Bundesanstalt für Flugsicherung in die Deutsche Flugsicherung GmbH umgewandelt worden. (vr/dpa)
Flugsicherung: Luftverkehr in Deutschland ist pünktlicher geworden
"Terroranschläge, Irakkrieg und SARS nicht Ursache für Krise der Luftfahrtbranche"