Wien. Unbeeindruckt von der Entwicklung, die Austrian Airlines in den nächsten Monaten nehmen wird, bereitet der Wiener Flughafen den Bau einer dritten Piste vor. Sie soll mit einem Kostenaufwand von rund 200 Millionen Euro errichtet werden und in vier bis sechs Jahren in Betrieb gehen. Auf Grund der derzeitigen Verkehrszahlen sind die Ausbaupläne verständlich. Wurden vor 20 Jahren noch knapp fünf Millionen Passagiere pro Jahr in Wien abgefertigt, waren es im Vorjahr fast 19 Millionen. In diesen Tagen startet das offizielle Umweltverträglichkeits-Verfahren für den Bau einer dritten Start- und Landebahn. Davor wurde bereits freiwillig ein jahrelanges Mediationsverfahren abgewickelt, um die Wünsche und Sorgen der betroffenen Bürger kennenzulernen und Lösungen zu erarbeiten. Nun gab auch die Stadt Wien ihre Bedingungen für eine Zustimmung im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung bekannt. Dazu zählt, dass die Belastungen durch den Flugverkehr – beispielsweise Lärm und Zubringerdienste – besser verteilt werden. Der Wiener Flughafen rechnet mit einem positiven Abschluss der Umweltverträglichkeitsprüfung in etwa 18 Monaten. (rv)
Flughafen Wien will dritte Piste
Offizielles Umweltverträglichkeits-Verfahren für den Bau einer dritten Start- und Landebahn beginnt