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Flexible Überholverbote für Lastwagen

Politiker diskutieren über LKW-Überholverbot im Winter
© Foto: ddp/Michael Urban

FDP-Minister Posch will flexible Überholverbote für Lastwagen bei winterlichen Verhältnissen auf Autobahnen. SPD fordert generelles Verbot


Datum:
28.12.2010
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Wiesbaden. Hessens Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) will mit flexibleren Überholverboten für Lastwagen die Situation auf schnee- und eisglatten Autobahnen entschärfen. „Starre Überholverbote bringen nichts“, sagte der Landesminister am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Auf der anderen Seite dürften die Lastwagen bei extremer Glätte auch nicht alle Spuren blockieren.

Ihm schwebten flexiblere, von der Verkehrsleitzentrale Frankfurt gesteuerte Regelungen je nach aktueller Verkehrslage vor, meinte Posch. Dafür seien allerdings größere Anlagen mit elektronischen Schilderbrücken und Videoüberwachung des Verkehrs notwendig. Mit derartigen „Verkehrsbeeinflussungsanlagen“ wird bereits der Verkehr auf den Autobahnen im engeren Rhein-Main-Gebiet flüssiger gemacht. Unter anderem werden Höchstgeschwindigkeiten vorgegeben und Standstreifen zum Befahren freigegeben. Posch sprach sich dafür aus, solche Schilderbrücken auch an Steigungsstrecken der Autobahnen 5 (Darmstadt-Kirchheim) und 7 (Kassel-Würzburg) aufzubauen. Einen Kostenrahmen nannte er nicht.

Der SPD-Verkehrsexperte Uwe Frankenberger verlangte hingegen ein generelles Überholverbot für Lastwagen bei winterlichen Straßenverhältnissen. Die Lkw sollten zudem wie Pkw auf allen Rädern Winterreifen aufziehen müssen und nicht wie bislang verlangt nur auf den Antriebsachsen. Zudem müsse man über eine Pflicht zur Mitnahme von Schneeketten nachdenken. Auch der Vorschlag einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h für Lastwagen bei glatten Straßen finde die Sympathie der Sozialdemokraten, erklärte Frankenberger. (dpa/ak)

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