Düsseldorf. Beim Erfassen des Feinstaubgehalts der Luft gibt es in Nordrhein-Westfalen Lücken. So wird anders als in Düsseldorf und anderen Städten die Feinstaubbelastung in Köln noch gar nicht gemessen. Die Einrichtung der Messstellen sei Ländersache und die Station in Köln werde erst im Sommer fertig, sagte heute Ludwig Arentz vom Kölner Umweltamt am Mittwoch. Sie wird an der meistbefahrenen Straße, der Inneren Kanalstraße, gebaut. Wegen 80.000 Fahrzeugen täglich wird dort mit Grenzwertüberschreitungen gerechnet. Düsseldorf steht weiter kurz vor Erreichen des EU-Grenzwertes für Feinstaub. Seit Jahresbeginn sind in der Corneliusstraße an bislang 34 Tagen mehr als 50 Mikrogramm Feinstaub je Kubikmeter Luft gemessen worden. Nach der EU-Richtlinie darf die Feinstaubkonzentration an maximal 35 Tagen im Jahr über dem Grenzwert liegen. In Düsseldorf gilt ein dreistufiger Aktionsplan zur Minderung der Luftbelastung. Sobald die zulässige Belastung an mehr als 35 Tagen überschritten wurde, werden die Fahrbahnen täglich gewässert. Lastwagen über 2,8 Tonnen dürfen nicht mehr passieren und der Anlieferverkehr bekommt feste Lieferzeiten und Ladezonen. Der öffentliche Nahverkehr wird im betroffenen Bereich nur noch Erdgas-Busse einsetzen. Sollten die Maßnahmen nicht greifen, dürfen Dieselwagen ohne Filter die Straße nicht mehr passieren. Auch in Dortmund droht absehbar eine Überschreitung der 35-Tages-Grenze. (dpa)
Feinstaub: Grenzwertüberschreitungen in Nordrhein-Westfalen
Köln misst noch gar nicht, Düsseldorf kündigt konkrete Maßnahmen an