Kopenhagen/Dänemark. Der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen hat am Mittwoch erstmals die Bereitschaft seiner Regierung zu einer höheren Kostenübernahme bei der geplanten Osteeverbindung über den Fehmarnbelt erklärt. Rasmussen sagte gut eine Woche nach einer entsprechenden Forderung von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee weiter, Dänemark müsse dann aber auch „mehr Einfluss bei den Mauteinnahmen haben“. Tiefensee hatte die endgültige deutsche Zustimmung für das 5,5 Milliarden Euro teure Brückenprojekt unter anderem daran geknüpft, dass Dänemark einen größeren Anteil bei erforderlichen Staatsgarantien als die Bundesregierung übernehme. Dies sowie Tiefensees Erklärung, dass die 19 Kilometer lange Querung für Deutschland nicht eine so hohe Priorität habe wie für Dänemark, wurde in Kopenhagener Medien und in Parlamentskreisen als Beginn eines Berliner Rückzugs von dem Projekt gewertet. Rasmussen sagte zu Tiefensees Aufforderung, höhere Lasten zu übernehmen: „Wir machen uns da keine Sorgen. Auch nicht, wenn wir einen größeren Teil der Verantwortung übernehmen müssen. Aber wenn wir mehr Verantwortung haben, dann müssen wir auch mehr Einfluss auf die Mautgebühren haben.“ Die Brücke über den Fehmarnbelt würde die Fahrzeit zwischen Kopenhagen und Hamburg von derzeit viereinhalb Stunden auf gut dreieinhalb Stunden abkürzen. (dpa)
Fehmarnbeltbrücke: Dänen zu höherer Kostenübernahme bereit
Dänische Regierung verlangt im Gegenzug einen größeren Anteil an den Mauteinnahmen