Mit gemischten Gefühlen treiben russische Stellen die Inbetriebnahme einer neuen Fährverbindung zwischen dem Gebiet Kaliningrad und St. Petersburg voran. Ab 2003 soll sie regelmäßig zwischen einer Bucht nahe dem Marinestützpunkt Baltijsk und dem größten russischen Ostseehafen verkehren. Dazu wird für rund 10 Millionen US-Dollar ein neuer Anlegeplatz durch die Firma "Baltische Transportsysteme" eingerichtet. Sie bedient bereits den TransRussiaExpress zwischen St. Petersburg und Kiel. Seit 2001 liegt Kaliningrad an seiner Route. Die geplante weitere Fähre wird die Verbindung zwischen Russland und seiner Exklave dann um acht Stunden verkürzen. Dennoch gibt es bereits jetzt offene und verdeckte Kritik am Bau der Anlegestelle. "Baltische Transportsysteme" verspricht sich nur Gewinn von der speziellen Fähre, wenn sie in Baltijsk die finanziellen Vergünstigungen des Kaliningrader Hafens erhält. Vom russischen Speditionsverband ASMAP wird ihre Notwendigkeit grundsätzlich in Frage gestellt. (vr/jpd)
Fähre für Kaliningrad
Bau der Anlegestelle wird vom russischen Speditionsverband kritisiert