Exporte im Monatsvergleich leicht gestiegen

09.07.2009 14:42 Uhr
Außenhandel Export Container
Die deutsche Exportwirtschaft leidet trotz leichtem Anstieg der Ausfuhren weiter unter einer geringen Auftragslage.
© Foto: ddp/Marcus Brandt

Deutsche Exportwirtschaft leidet weiter / Im Vorjahresvergleich Einbruch um knapp 25 Prozent / BGA sieht erste Besserung der Marktlage

Wiesbaden/Berlin. Die deutsche Exportwirtschaft leidet trotz eines leichten Anstiegs der Ausfuhren im Mai weiter unter der weltweiten Rezession. Die Exporte legten im Vergleich zum April zwar kalender- und saisonbereinigt um 0,3 Prozent zu. Gegenüber dem Mai 2008 brachen sie allerdings erneut kräftig um 24,5 Prozent auf 60,7 Milliarden Euro ein, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Nach Ansicht des Bundesverbands Groß- und Außenhandel (BGA) mussten die Exporteure im Mai damit abermals einen herben Rückgang verkraften. „Zwar spricht inzwischen einiges für eine Bodenbildung, allerdings auf extrem niedrigem Niveau“, sagte Verbandspräsident Anton F. Börner laut Mitteilung in Berlin. „Wir haben das Tal noch nicht durchschritten.“ Die nun seit drei Monaten in Folge steigenden Auftragseingänge der Industrie wertete Börner jedoch als erste hoffnungsvolle Anzeichen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, führte Deutschland im Mai Waren im Wert von 51,1 Milliarden Euro ein. Damit lagen die Importe um 2,1 Prozent unter dem Wert vom April und um 22,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Überschuss der deutschen Handelsbilanz wuchs somit leicht auf 9,6 Milliarden Euro nach 9,4 Milliarden Euro im April. Im Mai 2008 hatte sich der Saldo der Außenhandelsbilanz allerdings noch auf 14,5 Milliarden Euro belaufen. Anzeichen einer Stabilisierung Auch Analyst Simon Junker von der Commerzbank sieht für die deutsche Exportwirtschaft Anzeichen einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau. „Auch wenn damit der Außenhandel wohl keine kräftigen Zuwächse verzeichnen dürfte, wird er wohl dazu beitragen, dass die Talfahrt der deutschen Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte zu Ende geht“, betonte er. Im ersten Quartal 2009 war der Einbruch der Exporte die Hauptursache für den Absturz der deutschen Wirtschaft mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um real 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal: Weil die Exporte stärker zurückgegangen waren als die Importe, fiel der lange Zeit als Konjunkturlokomotive wirkende Außenhandel nicht nur als Stütze für die deutsche Wirtschaft aus, sondern drückte sogar die Wirtschaftsleistung. EU weiter wichtigster Handelspartner Wichtigste Handelspartner waren im Mai erneut die Länder der Europäischen Union (EU). In diese Staaten wurden Waren im Wert von 38,9 Milliarden Euro versandt. Waren im Wert von 33,4 Milliarden Euro wurden von dort bezogen. Gegenüber Mai 2008 sanken die Exporte in die EU-Länder um 25,4 Prozent und die Eingänge aus diesen Ländern um 22,1 Prozent. In die Länder außerhalb der EU wurden im Mai 2009 Waren im Wert von 21,8 Milliarden Euro exportiert, Waren im Wert von 17,7 Milliarden Euro wurden aus diesen Ländern importiert. Gegenüber dem Vorjahresmonat sanken die Exporte in die Drittländer um 23,0 Prozent und die Importe von dort um 23,3 Prozent. (dpa)

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