Ex-Chefplaner des Tiefwasserhafens soll erneut gekündigt werden

31.07.2008 17:24 Uhr
Jade Weser Port
Der Jade-Weser-Port befindet sich im Bau. (Foto: ddp)
© Foto: ddp

Wolf-Dietmar Starke soll nicht an seinen Arbeitsplatz zurückkehren

Wilhelmshaven/Hannover. Der frühere Chefplaner für den Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven, Wolf-Dietmar Starke, soll nicht an seinen Arbeitsplatz zurückkehren. Der Aufsichtsrat der Jade-Weser-Port- Realisierungsgesellschaft empfiehlt, Starke erneut fristlos zu kündigen. Dies teilte die Gesellschaft am Donnerstag mit und bestätigte damit einen Bericht von "NDR 1 Niedersachsen". Die Kündigung wird Starke nach Angaben des Wirtschaftsministeriums in Hannover voraussichtlich an diesem Freitag erhalten. An dem Tag hätte der Ex-Chefplaner nach einem Urteil des Arbeitsgerichtes Wilhelmshaven eigentlich wieder seine Arbeit für das geplante Milliardenprojekt aufnehmen sollen. Er war im April 2007 wegen angeblich zu großer Nähe zur Papenburger Baufirma Bunte fristlos entlassen worden. Nach dem Urteil des Arbeitsgerichts reichten die Gründe nicht für eine fristlose Entlassung. Deshalb müsse die Gesellschaft den Planer zu den bisherigen Vertragsbedingungen bis Anfang 2010 weiterbeschäftigen. Gegen diese Entscheidung hatte die Realisierungsgesellschaft Einspruch erhoben. In den kommenden Tagen solle es weitere Gespräche mit Starke geben, um zu einer "gütlichen Einigung" zu kommen, hieß es weiter. Nähere Angaben wollte die Realisierungsgesellschaft nicht machen. Der Aufsichtsrat begründete die Kündigung in einem dem NDR vorliegenden Beschlussvorschlag mit der "Sicherung des Betriebsfriedens". Der Chefplaner habe dem Projekt und den Landesregierungen von Bremen und Niedersachsen "Schaden zugefügt". Der geplante Hafen war immer wieder in die Schlagzeilen geraten - sei es durch eine missglückte Vergabeentscheidung für den Bau, die Auseinandersetzungen im Untersuchungsausschuss im niedersächsischen Landtag oder mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Osnabrück wegen Korruptionsverdachts. Der Tiefwasserhafen soll 2011 in Betrieb gehen. (dpa)

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