Europäisches Parlament will Sonntagsfahrverbot kippen

22.07.2002 09:40 Uhr

Erwin Teufel: "EU nicht zuständig"

Der baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) hält die Europäische Union beim umstrittenen Sonntagsfahrverbot für Lastkraftwagen für nicht zuständig. Damit stellt sich Teufel, der Mitglied im EU-Verfassungskonvent ist, gegen einen Vorstoß aus Brüssel. Der Ministerpräsident sagte im Interview mit den "Stuttgarter Nachrichten", die EU solle in der Verkehrspolitik "weiterhin den Auf- und Ausbau der transeuropäischen Netze für eine gemeinsame Verkehrsinfrastruktur verfolgen". Teufel betont aber: "Regelungen zu Lkw-Fahrverboten oder die Ausbildung von Berufskraftfahrern im Güter- oder Personenverkehr sind keine Angelegenheit der EU." Der Regierungschef plädiert dafür, dass "die Europäische Union künftig nur das tut, was kleinere Einheiten nicht besser können". Das Europaparlament hat in diesem Monat einen Richtlinienentwurf zum Sonntagsfahrverbot für Lkws verabschiedet und unternimmt damit zum dritten Mal einen Anlauf, das Verbot zu kippen. Zuvor müssen sich die 15 Verkehrsminister der Mitgliedsstaaten einigen. Deutschland, Österreich, Frankreich, Luxemburg und Italien bildeten bisher eine Sperrminorität. Beim Bund fürchtet man, dass spätestens nach der EU-Osterweiterung die strengen deutschen Regeln aufgeweicht werden. (tw/dpa)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


Logistiker:in (m/w/d) im Gleisbau

Bad Hersfeld, bundesweit

KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.