Eurogate spürt Umschlagrückgang – Rekordgewinn 2008

14.04.2009 16:02 Uhr

Die Wirtschaftskrise zeigt beim Logistikunternehmen Eurogate deutliche Spuren

Bremerhaven. Die Wirtschaftskrise zeigt beim Logistikunternehmen Eurogate deutliche Spuren. Im ersten Quartal 2009 sei der Umschlag in Bremerhaven und Hamburg um 17,7 Prozent auf rund 1,6 Millionen Container zurückgegangen, teilte Eurogate am heutigen Dienstag in Bremen mit. Dennoch werde das Unternehmen profitabel bleiben und keine Entlassungen vornehmen, sagte der Vorstandsvorsitzende Emanuel Schiffer. 2008 hatte Eurogate europaweit 14,2 Millionen Container (2007: 13,8 Millionen) bewegt. Während der Umsatz um 8,4 Prozent auf 715 Millionen Euro stieg, wuchs das Ergebnis vor Steuern nur um 1,2 Prozent auf 128,4 Millionen Euro. Der Rekord-Jahresüberschuss lag bei 116,5 Millionen Euro (plus 3,5 Prozent). Erste Anzeichen der Weltwirtschaftskrise erreichten Eurogate aber bereits 2008. In Hamburg ging der Umschlag um 7,7 Prozent auf 2,7 Millionen Container zurück. In Bremerhaven konnte Eurogate den Umschlag dagegen noch um 12,4 Prozent auf 5,5 Millionen Container (TEU) steigern, musste im Dezember jedoch einen Einbruch um 4,7 Prozent hinnehmen. Mit Kurzarbeit in Bremerhaven und flexibilisierten Arbeitszeiten in Hamburg will Eurogate in den kommenden Monaten die Folgen der Wirtschaftskrise abfedern. Nachdem das Unternehmen 2008 in Deutschland noch 650 Mitarbeiter eingestellt hatte, soll es 2009 bei 4600 eigenen Beschäftigten und durchschnittlich 550 Leiharbeitern vom Gesamthafenbetriebsverein bleiben. Europaweit zählt das Unternehmen 8200 Beschäftigte (2007: 7090 Mitarbeiter). Im ersten Quartal 2009 war der Umschlag in Bremerhaven um 22,1 Prozent auf eine Million TEU und in Hamburg um 9,4 Prozent auf 618.000 TEU zurückgegangen. Die europäischen Mitbewerber mussten laut Eurogate mit einem durchschnittlichen Minus von 20 Prozent bislang deutlich stärker unter der Krise leiden. Als Konsequenz aus der Krise hatte Eurogate bereits 2008 kräftig an den Investitionen gespart. Statt der geplanten 470 Millionen Euro gab das Unternehmen nur noch 238 Millionen Euro (2007: 175 Millionen Euro) für neue Containerbrücken und andere Betriebseinrichtungen aus. Der Investitionsansatz für 2009 wurde mittlerweile von rund 180 auf 100 Millionen Euro reduziert. (dpa/sv)

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