Bremerhaven. Die internationale Wirtschaftskrise hat zu deutlichen Einbrüchen in den deutschen Containerhäfen geführt. Im ersten Halbjahr sei der Umschlag in Bremerhaven gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20,8 Prozent auf 2,13 Millionen Container zurückgegangen, teilte das Hafenunternehmen Eurogate (Bremen/Hamburg) am Montag mit. Auf dem Terminal in Hamburg wurden demnach mit 1,13 Millionen Containern 17,1 Prozent weniger Boxen bewegt. Den Rückgang in den italienischen Häfen beziffert Eurogate auf lediglich 2,9 Prozent und in Portugal auf 11,7 Prozent. Der durchschnittliche Rückgang von 10,1 Prozent entspreche der aktuellen globalen Entwicklung. Trotz der Rückgänge im Umschlagsgeschäft will Eurogate das gesamte Personal auf den Terminals in Hamburg und Bremerhaven halten. Betriebsbedingte Kündigungen seien weiterhin ausgeschlossen, sagte ein Sprecherin. Seit Mai wird in Bremerhaven kurzgearbeitet. In Hamburg sollen die Rückgänge dagegen durch Abbau der Überstunden auf den Arbeitszeitkonten ausgeglichen werden. An beiden Standorten zusammen zählt Eurogate 4600 eigene Beschäftigte sowie in Bremerhaven zusätzlich durchschnittlich 500 Leiharbeiter aus dem Gesamthafenbetriebsverein. Wann mit einer Erholung zu rechnen sei, ist nach Angaben der Sprecherin noch ungewiss. Im Juni verzeichnete das Unternehmen zwar den besten Monat dieses Jahres. Ob dies Zeichen einer Trendwende ist, sei aber frühestens zum Jahresende zu erkennen. Im vergangenen Jahr hatte Eurogate mit einem Gesamtumschlag von europaweit 14,2 Millionen Containern das beste Ergebnis seiner zehnjährigen Unternehmensgeschichte erzielt. Bereits Ende 2008 war der Umschlag in Hamburg und Bremerhaven aber deutlich zurückgegangen. (dpa)
Eurogate: Einbruch bei Containerumschlag
Bremerhaven: Umschlagsrückgang von knapp 21 Prozent gegenüber Vorjahr / 17 Prozent weniger Containerbewegungen in Hamburger Terminal