Brüssel. Die belgische Universität Leuven hat nach siebenmonatiger Arbeit im Auftrag der EU-Kommission eine Studie zum Einsatz von 60-Tonnen-Lastwagen vorgestellt. Die Kommission sieht sie als Basis für ihre Entscheidung über die umstrittene Frage einer EU-weiten Zulassung der 60-Tonner und einer Änderung der EG-Richtlinie 96/53 zu Maßen und Gewichten von Nutzfahrzeugen. Untersucht wurden vier Szenarien. Nach Option A bleibt die Beschränkung auf 40 Tonnen (t) und 18,75 Meter (m) Länge. Variante B („Full Option“) erlaubt Megatrucks von bis zu 60 t und 25,25 m Länge. Szenario C plädiert für nationale Supertruck-Korridore. Version D ist ein Kompromiss für 44-Tonner mit maximal 20,75 m. Bewertungskriterien waren Verkehrssicherheit, Straßeninfrastruktur mit den Prioritäten Brücken und Parkplätze, Energieeffizienz und CO2-Emissionen, Schadstoffausstoß mit Vorrang für Feinstaub und Stickoxide (NOx), Intermodalverkehr sowie Nachfrage im Gütertransport. Die Kommission hatte nach Experten-Workshops in Brüssel, Paris, Budapest und Stockholm, nach Testläufen von 60-t-LKW in Deutschland, den Niederlanden und Dänemark sowie nach der Vorlage deutscher, britischer, französischer, niederländischer und irländischer Studien eine eigene Untersuchung der heiklen Problematik durch unabhängige Experten beschlossen. Das Europäische Parlament hatte sich im September 2007 dafür ausgesprochen, 60 t-Laster nur für bestimmte Straßen innerhalb der Unionsländer und nur nach Genehmigung durch die Kommission zuzulassen. (dw)
EU-Studie zu 60-Tonnern mit vier Szenarien
Die belgische Universität Leuven präsentiert im Auftrag der EU-Kommission eine Studie zum Einsatz von 60-Tonnen-LKW