Luxemburg. Europa verschärft seine Vorschriften für Gefahrguttransporte auf See. Die Verkehrsminister der 27 EU-Staaten beschlossen am Donnerstag in Luxemburg, dass Schiffe gegen eine Schädigung Dritter bei Unfällen versichert werden müssen. Außerdem planen die Minister, die Bürger europaweit besser vor Lärm des Güterverkehrs zu schützen. Es werde überlegt, Güterwaggons mit leiseren Bremsen auszurüsten. Der französische Verkehrsminister und EU-Ratsvorsitzende, Dominique Bussereau, lobte das Paket für strengere See-Vorschriften als wichtigen Schutz für die Meeresumwelt. "Das ist jetzt ein großer Fortschritt für mehr Sicherheit im Seeverkehr", sagte der Minister. Nun müsse das Europaparlament über das Gesamtpaket entscheiden. Das sogenannte Erika-III-Paket sieht vor, dass Schiffe sich beim Eintritt in europäische Gewässer anmelden müssen und in EU-Häfen künftig nach Risiko-Kriterien kontrolliert werden. Außerdem sollen, wie in der Luftfahrt, objektive Ursachen für Unfälle analysiert werden. (dpa)
EU-Staaten beschließen Paket für mehr Sicherheit auf See
Europa verschärft seine Vorschriften für Gefahrguttransporte auf See