Mit der EU-Osterweiterung ist mit einer deutlichen Zunahme des Verkehrs von und nach Polen und Tschechien zu rechnen. In Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen wird daher über den Ausbau von grenzüberschreitenden Straßen, Wasser- oder Schienenwegen nachgedacht. Nach Angaben des Bundesverkehrsministerium ist vor allem im Güterverkehr mit starken Zuwächsen zu rechnen. Prognosen gehen für den Zeitraum von 1997 bis 2015 davon aus, dass die Menge der transportierten Güter zwischen Deutschland und Polen von 30 Millionen auf 95 Millionen Tonnen steigt (plus 215 Prozent), zwischen Deutschland und Tschechien von 26 auf 78 Millionen Tonnen (plus 200 Prozent). Die Bundesregierung müsse gemeinsam mit Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern ein Sonderprogramm auf den Weg bringen, fordert das Sächsische Wirtschaftsministerium. Allein im Straßenverkehr wird ein Zuwachs von mindestens 95 Prozent nach der EU-Osterweiterung erwartet. Im Jahr 2000 wurden an der 116 Kilometer langen Grenze zu Polen rund 30 000 Fahrzeuge pro Tag in beide Richtungen gezählt, an der 454 Kilometer langen Grenze zu Tschechien etwa 42 000. In den kommenden Jahren ist ein Verdoppelung der Grenzübergänge von derzeit 17 auf 34 geplant. An der rund 235 Kilometer langen Grenze zwischen Brandenburg und Polen rollen derzeit an den neun Übergängen täglich etwa 50 000 Kraftfahrzeuge in beide Richtungen. Bis 2015 wird ein Zuwachs von 45 Prozent bei Pkw und von 245 Prozent bei Lkw prognostiziert.(vr/dpa)
EU-Osterweiterung bringt drastischen Verkehrszuwachs
Menge der transportierten Güter soll bis zu 215 Prozent steigen