Ein Weißbuch mit den Schwerpunkten europäischer Verkehrspolitik bis 2010 will die EU-Kommission im März vorlegen. Das Strategiedokument werde gleichzeitig mit den aktualisierten Leitlinien der Transeuropäischen Netze (Ten) fertig, erklärte EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio in einer Mitteilung in Brüssel. Zu den Hauptzielen gehöre eine stärkere Güterverlagerung von der Straße auf umweltfreundlichere Verkehrsträger, was vornehmlich das Bahnkonzept des Alpenraums betreffe. Zum Ausbau des Kombi-Verkehrs erwägt die Prodi-Behörde momentan ein Programm, dessen Verwirklichung sie auch finanzieren würde. Neu durchdacht werden Verkehrslösungen für Pkw und Lieferfahrzeuge in den Innenstädten. Nach Ansicht der Internationalen Straßentransport-Union (Iru) sollte das Weißbuch vor allem helfen, Europa durch "kosteneffektiven, qualitativ hochwertigen Transport" von Gütern und Personen in einen Wettbewerbsstandort zu verwandeln, der es mit Asien und Nordamerika aufnimmt. Dabei, so Iru-Vertreter vor der Presse in Brüssel, dürfe nicht nur dem Güterzug, sondern müsse auch dem Lkw zur vollen Entfaltung seiner Stärken verholfen werden. (vr/dw)
EU-Kommission kündigt neue Verkehrsstrategie an
Mehr Gütertransporte auf die Schiene - vor allem im Alpenraum